Flintenweib, Adolfine, Kriegstreiberin: Die Justiz hat die Nase voll von Strack-Zimmermanns Klagewut!
Ohrfeige aus Karlsruhe: Warum Marie-Agnes Strack-Zimmermann sich nun offiziell als ‚Adolfine‘ titulieren lassen muss und warum das ein Sieg für die Machtkritik ist.
Man kennt es ja mittlerweile: Wer die aggressive Rüstungspolitik der FDP-Frontfrau Marie-Agnes Strack-Zimmermann kritisiert, hat schneller eine Anzeige im Briefkasten, als er „Panzerlieferung“ sagen kann. Doch jetzt hat das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe klargestellt, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland eben doch noch ein bisschen mehr zählt als die Empfindlichkeit einer Politikerin.
Der Fall: Ein Nutzer auf X (vormals Twitter) hatte die Politikerin als „Adolfine, die Kriegstreiberin“ bezeichnet. Warum? Weil er auf ihre ständigen Forderungen nach immer mehr Waffen und ihre Attacken gegen politische Gegner reagierte. Die Quittung kam prompt: Anzeige wegen Beleidigung, Geldstrafe vom Amtsgericht Bruchsal. Doch der Nutzer ging in Berufung, und gewann!
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Die Karlsruher Richter hoben das Urteil am 17. März 2026 auf. Ihre Begründung ist eine Lehrstunde in Sachen Machtkritik: Die Bezeichnung sei keine grundsätzliche Gleichsetzung mit Hitler, sondern eine zugespitzte Kritik an ihrem politischen Wirken. Wer sich so massiv für Waffenlieferungen und Kriegsszenarien stark macht, muss es eben aushalten, wenn das Volk ihn mit historischen Vergleichen, so scharf sie auch sein mögen, konfrontiert. Es war kein Angriff auf die „Person“ Strack-Zimmermann, sondern auf die „Kriegstreiberin“ in ihr.
Es ist nicht das erste Mal, dass die FDP-Politikerin mit ihrem Versuch scheitert, Kritiker per Gerichtsbeschluss mundtot zu machen. Wir erinnern uns an die 78-jährige Dame, die sie als „Flintenweib“ bezeichnete und ebenfalls freigesprochen wurde. Es scheint, als würde die Strategie, das Volk durch Massenanzeigen einzuschüchtern, langsam in sich zusammenbrechen.
Dieses Urteil ist ein wichtiges Signal: In einer Demokratie darf Machtkritik auch mal „aus der Erregung heraus“ entstehen und ungemütlich sein. Politiker sind keine sakrosankten Wesen, die über jeder Kritik stehen, auch wenn sie sich im Verteidigungsausschuss noch so sehr wie die obersten Befehlshaber fühlen. Karlsruhe hat das „Flintenweib“, Verzeihung, die „Adolfine“ in ihre Schranken gewiesen. Und das ist auch gut so.




