Die Tyrannei des Tankstellenpächters: Corona-Hardliner Montgomery im Zapfsäulen-Zoff!
Vom Impf-Hardliner zum Pfennigfuchser: Warum Frank Ulrich Montgomery wegen 3,24 Euro eine Tiroler Tankstelle anzeigt und damit die Realsatire des Jahres liefert.
Manchmal schreibt das Leben die Pointen, die man sich als Satiriker nicht besser ausdenken könnte. Frank Ulrich Montgomery (73), der Mann, der uns 2021 mit der „Tyrannei der Ungeimpften“ beglückte und sich als moralische Instanz der Nation aufspielte, hat ein neues Feindbild gefunden. Nein, kein Virus, sondern einen Tankstellenpächter im beschaulichen Lienz in Tirol. Der Streitwert? Atemberaubende 3,24 Euro.
Was war passiert? Der ehemalige Weltärztepräsident, der sonst gerne das ganz große Rad dreht, suchte per App nach dem billigsten Sprit. In Lienz glaubte er, das Schnäppchen seines Lebens gemacht zu haben: 1,599 Euro lockten auf der Anzeigetafel. Doch an der Zapfsäule folgte der Schock – dort standen plötzlich 1,999 Euro. Montgomery, ganz der Mann der schnellen Reaktion, riss den Rüssel nach 8 Litern aus dem Tank und stürmte zur Kasse.
Dort prallte der „Ärzte-Papst“ allerdings auf die sprichwörtliche Tiroler Gelassenheit. Der Pächter erklärte trocken, die Tafel sei eben defekt, es gelte der Preis an der Säule. Punkt. Für Montgomery, der es gewohnt ist, dass seine Anordnungen klaglos befolgt werden, ein unhaltbarer Zustand. Er forderte Preisnachlass, er machte Beweisfotos, er witterte „gewerbsmäßigen Betrug“.
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Besonders pikant: Als er später sah, dass die Anzeige auf der anderen Seite der Tafel funktionierte, war für ihn der Fall klar. Anzeige ist raus! Wegen eines Schadens von drei Euro und ein paar Zerquetschten bemüht der Mann, der früher Millionen Menschen die Grundrechte absprechen wollte, jetzt die österreichische Justiz.
Man muss sich das mal vorstellen: Ein Mann, der kein Problem damit hatte, Ungeimpfte gesellschaftlich zu exkommunizieren, kriegt Schnappatmung, wenn er beim Tanken den Preis einer Tasse Kaffee zu viel bezahlt. Die Polizei in Lienz zeigt übrigens wenig Lust auf Montgomerys Kleinkrieg – in Österreich gilt rechtlich schlicht der Preis an der Zapfsäule.
Es bleibt die Erkenntnis: Wenn es um die „Tyrannei“ an der Kasse geht, hört für den Ehrenpräsidenten der Spaß auf. Vielleicht sollte er beim nächsten Mal einfach den Bus nehmen – da sind die Preise fest vorgegeben. Oder er lernt endlich, dass man im echten Leben (außerhalb von Talkshows) nicht immer recht bekommt, nur weil man laut schreit.




