Die ID-Falle: Warum von der Leyens ‚Open Source‘-App eine digitale Mogelpackung ist!
Warum Ursula von der Leyens Open-Source-Versprechen bei der neuen EU-ID-App nur die halbe Wahrheit ist und wo die echte Gefahr lauert.
Ursula von der Leyen gibt mal wieder die große Transparenz-Offensive: Die neue EU-Altersverifikations-App sei „fully open source“, jeder könne den Code prüfen. Klingt gut, oder? Technisch gesehen ist es sogar die Wahrheit – aber eben nur eine dieser typischen Brüsseler Halbwahrheiten, die man erst mal durch den Fleischwolf drehen muss.
Was uns die Kommission verschweigt: Ja, die Bausteine für das „European Digital Identity Wallet“ liegen auf GitHub. Der Baukasten ist offen. Aber die App, die du am Ende auf dein Handy bekommst, baut nicht die EU. Die bauen die nationalen Regierungen oder deren private Dienstleister. Und genau hier schnappt die Falle zu.
Während das „Schaufenster“ (das Frontend) mit schicken Transparenz-Versprechen glänzt, bleibt das „Hinterzimmer“ (das Backend) im Dunkeln. Die Anbindung an staatliche Datenbanken, die Server-Strukturen und die nationalen Anpassungen sind oft komplett proprietär – also undurchsichtig und verschlossen.
Das Gefährliche daran: Du bekommst ein System vorgesetzt, das dir „Privacy“ verspricht, während im Hintergrund keiner kontrollieren kann, wie deine Datenflüsse wirklich aussehen oder ob Bewegungsprofile erstellt werden. Es ist ein Baukasten, bei dem die entscheidenden Schubladen verschlossen bleiben.
Die Agenda ist klar: Erst mit großen Worten Vertrauen erschleichen, um dann über die nationale Umsetzung die totale Kontrolle zu behalten. Wer glaubt, dass diese „nationalen Anpassungen“ nicht früher oder später mehr tracken als nur dein Geburtsdatum, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.
Lasst euch nicht einlullen. Wenn der Staat sagt: „Vertrau mir, es ist alles offen“, dann ist es meistens an der Zeit, die Fenster zu verrammeln.



